Zum Inhalt springen
Shop

Rohloff-Fehlersuche

Die meisten Schaltprobleme an der Rohloff kommen von den Schaltzügen, nicht von der Nabe selbst. Suchen Sie unten Ihr Symptom: Dort steht, was Sie selbst prüfen können und wann die Arbeit in unsere Werkstatt gehört. Wenn Sie uns kontaktieren, hilft uns ein kurzes Video oder ein Foto des Problems sehr.

Der Drehgriff sollte etwa 2–5 mm Verdrehspiel haben. Ist es mehr, stellen Sie die Zugspannung an den Zugeinstellern der Seilbox nach; siehe Drehschaltgriff: Spiel, Gangmarkierung und Griffgummi.

Drehen Sie einen Zugeinsteller hinein und den anderen um denselben Betrag heraus; siehe Drehschaltgriff: Spiel, Gangmarkierung und Griffgummi.

Der Schaltgriff lässt sich nicht durch alle 14 Gänge drehen

Abschnitt betitelt „Der Schaltgriff lässt sich nicht durch alle 14 Gänge drehen“

Denken Sie daran: 14 Gänge bedeuten 13 Rastungen.

  • Nach dem Wiedereinbau des Hinterrads: Die Seilbox wurde in der falschen Stellung aufgesetzt. Setzen Sie sie in Gang 14 wieder auf, wie in Rohloff-Hinterrad aus- und einbauen beschrieben.
  • Die Zugeinsteller sind auf beiden Seiten zu weit herausgedreht, weil sich Züge und Hüllen gesetzt haben: Stellen Sie sie richtig ein; siehe Drehschaltgriff.
  • Die Schaltzüge sind falsch abgelängt: Das ist eine Werkstattarbeit; bitte kontaktieren Sie uns.

Zu hohe Schaltzugspannung: Verringern Sie sie an den Zugeinstellern.

Ursache eingrenzen: Schalten Sie in Gang 14. Ziehen Sie die Seilbox nur so weit von der Nabe ab, dass sich der Schaltgriff ohne Rastungen drehen lässt, und lassen Sie die Züge dabei in ihrer gewohnten Verlegung. Drehen Sie den Schaltgriff hin und her.

  • Der Schaltgriff dreht weiterhin schwer: Die Ursache liegt in den Zügen oder im Schaltgriff.
    • Der Schaltgriff schleift am Griffgummi: Lassen Sie einen kleinen Spalt zwischen den beiden Griffhälften.
    • Das Fett ist aus dem Schaltgriff ausgewaschen: Nehmen Sie das Griffgummi ab, reinigen Sie den Schaltgriff und fetten Sie ihn neu, wie in Drehschaltgriff beschrieben.
    • Die Züge sind verschlissen, verschmutzt oder beschädigt, sind keine Original-Rohloff-Züge, sind mit zu vielen Biegungen verlegt, oder ihr Kunststoffschlauch hat sich verschoben: Die Züge müssen in unserer Werkstatt erneuert werden.
  • Der Schaltgriff dreht frei: Die Ursache liegt an der Nabe, zum Beispiel ein bei einem Sturz verbogenes Schaltgehäuse oder eine schwergängige Schaltwelle. Bitte kontaktieren Sie uns.

Setzen Sie danach die Seilbox in Gang 14 wieder auf und ziehen Sie die Rändelschraube fest.

Der Schaltgriff lässt sich unter 0 °C nicht drehen

Abschnitt betitelt „Der Schaltgriff lässt sich unter 0 °C nicht drehen“

Wasser ist eingedrungen und gefroren.

  • Eingefrorene Schaltzüge: Wo die Züge unter dem Tretlager verlaufen, bilden sie einen Tiefpunkt, an dem sich Wasser sammelt und gefriert. Bewegen, drücken und kneten Sie die Hüllen vorsichtig, um die Innenzüge freizubekommen. Stellen Sie das Rad dann in einen frostfreien Raum, damit das Wasser aus den Hüllen ablaufen kann. Die abgedichteten Rohloff-Endkappen verringern das deutlich. Tritt es immer wieder auf, lassen Sie Züge und Kunststoffschläuche erneuern.
  • Eingefrorener Drehschaltgriff: Nehmen Sie das Griffgummi ab, reinigen Sie den Schaltgriff und fetten Sie ihn neu; siehe Drehschaltgriff.
  • Eingefrorene Seilbox: Die Seilbox muss geöffnet, gereinigt und ihre Seilrolle dünn gefettet werden. Bitte kontaktieren Sie uns.

Die Pedale drehen nach einem Gangwechsel durch (Durchrutschen)

Abschnitt betitelt „Die Pedale drehen nach einem Gangwechsel durch (Durchrutschen)“

Mögliche Ursachen:

  1. Die Schaltzugspannung ist zu hoch, sodass der Gang nicht sauber einrastet: Stellen Sie sie ein; siehe Drehschaltgriff.
  2. Das Öl ist zu zäh oder alt, zum Beispiel wenn es lange nicht gewechselt wurde: Wechseln Sie das Öl; siehe Rohloff-Ölwechsel.
  3. Bei Kälte: Kondenswasser in altem Öl kann schon bei leichten Minusgraden Durchrutschen verursachen, typischerweise in den Gängen 4, 6, 7, 11, 13 und 14. Wechseln Sie das Öl, und verwenden Sie für Fahrten unter etwa −15 °C die Wintermischung, die in Rohloff-Ölwechsel beschrieben ist.
  4. Die Ölablassschraube ist nach einem Ölwechsel zu tief eingedreht. Sie darf höchstens bündig mit dem Gehäuse sitzen, nie tiefer. Bitte kontaktieren Sie uns.
  5. Nur bei Schnellspanner-Naben: Der Schnellspanner ist zu fest angezogen. Schließen Sie ihn handfest, max. 7 Nm. Das gilt nicht für A12-Naben, deren Schrauben mit 15–20 Nm angezogen werden.

Trifft keine dieser Ursachen zu, kontaktieren Sie uns.

Test: Stellen Sie das Rad in einen Montageständer und schalten Sie in Gang 14. Bringen Sie das Hinterrad mit der Kurbel auf Touren, halten Sie dann die Kurbel fest und zählen Sie die Umdrehungen des Rads. Es sollte sich mindestens 15-mal drehen.

Bleibt es früher stehen, prüfen Sie zuerst die Riemenspannung (Riemenspannung), denn auch ein zu straffer Riemen bremst das Rad. Andere Ursachen, etwa ein schleifender Wellendichtring oder ein nach einem Sturz verspanntes Nabenlager, gehören in unsere Werkstatt: Bitte kontaktieren Sie uns.

  • Ein leichter Film ohne Tropfen ist keine Undichtigkeit. Er kann sich durch Temperatur- und Druckschwankungen an den Wellendichtringen, am Gehäusedeckel und an der Ölablassschraube bilden; siehe Ölspuren an meiner Rohloff-Nabe.
  • Nach liegendem Transport kann Öl aus den Dichtungen austreten; siehe Fahren mit Ihrer Rohloff.
  • Bei Schnellspanner-Naben entlüftet die Nabe über die Bohrung ihrer Achse, daher sind Ölspuren an der Schnellspannachse harmlos.
  • Öl an der Ölablassschraube: Ziehen Sie sie nicht weiter an. Sie braucht frische Gewindedichtung oder eine neue Ölablassschraube; das kann beim nächsten Ölwechsel erledigt werden (das Ölwechselset enthält eine neue Ölablassschraube) oder von unserer Werkstatt.
  • Tropfen an der Achsplatte, am Gehäusedeckel oder an den Wellendichtringen: Bitte kontaktieren Sie uns mit Fotos. Unsere Werkstatt prüft die Schrauben, die Dichtungen und die Wellendichtringe.

Fragen zur Garantie beantwortet Was deckt die Garantie ab?

Meine Pedale drehen nach einem Gangwechsel durch. Kann ich weiterfahren?

Nein, nicht bevor die Ursache gefunden ist: Ein durchrutschender Antrieb kann Sie das Gleichgewicht verlieren lassen. Häufige Ursachen sind zu hohe Schaltzugspannung, altes oder zu zähes Öl oder eine nach dem Ölwechsel tiefer als bündig eingedrehte Ölablassschraube. Prüfen Sie diese Punkte und kontaktieren Sie uns, wenn das Durchrutschen bleibt.

Woran erkenne ich, ob der Freilauf meiner Nabe zu schwergängig ist?

Stellen Sie das Rad in einen Montageständer, schalten Sie in Gang 14 und bringen Sie das Hinterrad mit der Kurbel auf Touren. Halten Sie dann die Kurbel fest und zählen Sie die Umdrehungen des Rads: Es sollte sich mindestens 15-mal drehen. Bleibt es früher stehen, kontaktieren Sie uns.

Mein Drehschaltgriff ist eingefroren. Was kann ich tun?

Wahrscheinlich ist Wasser in den Zughüllen gefroren, typischerweise an ihrem tiefsten Punkt unter dem Tretlager. Bewegen und kneten Sie die Hüllen vorsichtig, um die Innenzüge freizubekommen, und stellen Sie das Rad dann in einen frostfreien Raum, damit das Wasser ablaufen kann. Tritt es immer wieder auf, lassen Sie die Züge erneuern.